Weiterführende Informationen für Lehrkräfte

Der Film wird empfohlen für Schüler*innen ab der 6. Klasse

Einige einzelne Aufgaben richten sich an ältere Schüler*innen (ab der 9.Klasse). Dies ist explizit vermerkt.

Themen: Umweltschutz, Mitbestimmung, Aktivismus, Ökologie, Kapitalismus, Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Konsum

Unterrichtsfächer: Erdkunde, Politik, Sozialkunde, Ethik/Lebenskunde, Deutsch, Wirtschaft, Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ergänzende Informationen zu den Lernbausteinen:

Modularer Aufbau

Die Lernbausteine sind modular aufgebaut. Sie können als Ganzes oder abschnittsweise bearbeitet werden. Lehrer*innen können die Lernbausteine als Gesamtpaket oder als einzelne Module den Schüler*innen per Link zur Verfügung stellen.

Technische Voraussetzungen

Die interaktiven Lernbausteine laufen in allen modernen Browsern und sind für die Bearbeitung am Tablet und an Desktop-bzw. Notebook-Computern ausgelegt. Sie eignen sich sowohl für den Präsenz- als auch den Distanzunterricht, für individuelle Lernzeiten und Hausaufgaben.

Arbeitsergebnisse sichern und teilen

Schüler*innen können die Ergebnisse der bearbeiteten Lernbausteine mit Lehrkräften über den Button „Seite teilen“ am Ende der einzelnen Seiten teilen. Dabei wird ein individueller Link erzeugt, der per Copy & Paste weitergegeben werden kann.

Lernbaustein „Die Plastikflut“

Im Lernbaustein „ Die Plastikflut“ sollen die Schüler*innen in Aufgabe 5c) eine Liste schreiben, wie und wo sie in ihrem Alltag als Konsument*innen die Produktion von Plastikmüll einschränken können. Diese Liste an Ersatz-Vorschlägen könnte anschließend im Klassenverband in einer großen gemeinsamen Liste zusammengeführt werden. Gemeinsam kann hier überlegt und besprochen werden, wie schwer es wäre, auf einen Teil der Plastikprodukte zu verzichten.

Die Liste kann auch helfen, sich im gemeinsamen (Schul-)Alltag gegenseitig an die Alternativen zu erinnern und so einen umweltbewussteren Umgang mit Plastik zu stärken.

Lernbaustein „Der Zukunftsrat“

Im Lernbaustein „Der Zukunftsrat“, Aufgabe 4c, werden die Schüler*innen nach Beispielen dafür gefragt, dass die junge Generation im politischen Prozess benachteiligt und nicht gehört wird. Eines der bekanntesten Beispiele aus jüngster Zeit ist das Klimaurteil, auf welches in der Diskussion im Klassenverband hingewiesen werden kann:

Das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes in Deutschland
Anfang 2020 verklagten eine Reihe von jungen Menschen und verschiedene Organisationen die Bundesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht, dem höchsten Gericht Deutschlands – und sie bekamen in den relevanten Punkten Recht. Der sogenannte Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 24. März 2021 (verkündet am 29. April 2021) verpflichtet den Gesetzgeber zu mehr Generationengerechtigkeit beim Klimaschutz. Das Gericht entschied, dass die damals formulierten Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele die Freiheitsrechte junger Menschen unzulässig einschränkten, weil sie zu viel CO₂-Einsparung auf die Zeit nach 2030 verschoben.

Das Gericht urteilte, der Staat dürfe nicht die Hauptlast der CO₂-Reduktion in die Zukunft verschieben, weil dadurch die Generationengerechtigkeit verletzt wird. Heutige Freiheitsrechte dürfen nicht auf Kosten künftiger Generationen unverhältnismäßig eingeschränkt werden.

Außerdem stellte das Gericht fest, dass Klimaschutz ein Grundrecht ist, das für die Gewährleistung menschlicher Existenz und die Erhaltung der Freiheit unbedingt notwendig ist und nicht verletzt werden darf. Das Gericht forderte den Gesetzgeber außerdem ausdrücklich auf, die Reduktionsziele für Treibhausgase für die Zeit nach 2030 transparent und verbindlich festzulegen.

Quellen:
https://www.duh.de
https://www.bundesverfassungsgericht.de

Filmspezifische Kompetenzen

Der Arbeitskreis Film der Länderkonferenz Medienbildung hat ein kompetenzorientiertes Konzept zur schulischen Filmbildung entwickelt, das die Kompetenzerwartungen exemplarisch nach verbreiteten Bildungsabschlüssen beschreibt: Nach Abschluss der Grundschule (exemplarisch nach Ende des 4. Schuljahrgangs), nach dem mittlerem Schulabschluss (exemplarisch Realschulabschluss nach Ende des 10. Schuljahrgangs) sowie nach Abschluss der Sekundarstufe II mit Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife (in der Regel nach Ende des 12. Schuljahrgangs). Das Konzept stellt dar, über welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten im Sinne anwendungsbereiten Wissens Schüler*innen zum jeweiligen Abschluss verfügen sollten, um als filmkompetent zu gelten.

Mit Tippen auf die farbige Blende neben den Titeln der filmsprachlichen Aufgaben können Sie sich diese Kompetenzen anzeigen lassen.

Filmkompetenzblende

Ein interaktive Legende und Visualisierung der Filmkompetenzen ist auf https://nwdl.eu/filmkompetenzen/ verfügbar.

Ziele für nachhaltige Entwicklung mit spannenden aktuellen Filmen ergründen

Das Filmprogramm „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ beschäftigt sich mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, hinterfragt kritisch, inspiriert und gibt Anregungen zur Auseinandersetzung.

Kinofilme für alle Altersgruppen bieten Anknüpfungspunkte für Gespräche rund um hochaktuelle Themen unserer Zeit: Frieden und Stärkung der Demokratie, Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, Engagement gegen Diskriminierung, Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz – all diese Themen hängen miteinander zusammen und sind zentral für eine nachhaltige Entwicklung hin zu einer lebenswerteren Welt.

Zu allen Filmen werden begleitende Unterrichtsmaterialien mit Filmausschnitten bereitgestellt, teils auch in Leichter Sprache oder in Form von digitalen Lernbausteinen. So können sich Lerngruppen vertiefend im Unterricht mit den Zielen der Agenda 2030 auseinandersetzen.

Alle Infos zum Filmprogramm und die Unterrichtsmaterialen zum kostenfreien Download: https://www.visionkino.de/schulkinowochen/17-ziele/